Saturday, October 10, 2009

Vorurteile und Klischees

Klischees und Vorteile können einem manchmal ganz schnell zum Verhängnis werden. Denn geht man voreingenommen an eine Sache oder einen Menschen heran, kann man damit schnell auf die Nase fliegen. Deshalb ist es immer besser, wenn man zuerst abwartet und sich dann sein Urteil bildet. Natürlich ist das einfacher gesagt als getan. Vor allem wenn es um Nationen und Kulturen geht, stehen Vorurteile ganz oben. Österreicher wären gemütlich und gastfreundlich, während Italiener aufbrausend und hyperaktiv sind. Im hohen Norden sind die Schweden angeblich reserviert und harmonieliebend, während die Franzosen erobert werden wollen und einen sehr großen Nationalstolz an den Tag legen. Leute aus Lettland, Estland oder Litauen wären allgemein langsamer in ihrer Lebensart, aber dennoch sehr gesellig. Von Deutschen glaubt man, dass sie andauernd nur Bier in großen Gläsern trinken, weil doch jeder das Oktoberfest kennt. Das mag alles schön und gut sein, aber die wirkliche Mentalität eines Landes lernt man erst kennen, wenn man längere Zeit in dem Staat verweilt. Denn heutzutage leben viele Zuwanderer in den Ländern und somit hat sich meist auch die Mentalität ein Stückchen weit verändert.
Außerdem gibt es auch typische Symbole, die den einzelnen Menschen und Kulturen zugeordnet werden. Denn von einem Land dringt meist nur wenig Information an die gesamte Außenwelt und der eine Staat wird dann genau damit verknüpft. Österreich wäre in diesen Stereotypen etwa das Land der klassischen Musik, Finnland das Land der Sauna und des Saunaselbstbau und Italien das Land der Pasta und des Espressos.
Vor allem im Tourismus gewinnen diese Dinge an Bedeutung. Man besucht ein Land dann nur deshalb, weil man genau das sehen will. Gezwungenermaßen baut die Tourismusbranche auch auf diese Klischees, weil somit viele Gäste angelockt werden können. Profit ist leider der wichtigste und vorrangigste Faktor von allen.
Posted by Sarah at 20:44:47
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